Therapiekonzept für die Legasthenie- und Dyskalkulietherapie




Meine Therapie beruht auf einem ganzheitlichen Ansatz, der verschiedene Erkenntnisse und Erfahrungen miteinander verbindet. Dazu gehören lerntherapeutische Elemente, Methoden aus der Ergotherapie sowie neurobiologische und neuropsychologische Aspekte. Keine Legasthenie oder Dyskalkulie ist gleich - jedes Kind bringt andere Voraussetzungen mit. Für die Behandlung gibt es kein Patentrezept oder allgemeingültige Methode, die jedem Kind hilft. Deshalb muss die Therapie individuell ausgerichtet sein. In der Regel findet eine Einzeltherapie statt, damit ich auf die Bedürfnisse des Kindes bestmöglich eingehen kann. Die Zeit einer Therapieeinheit hängt von der Lernsituation des Kindes ab. Die Therapie ist ein Prozess, der immer wieder überprüft und angepasst werden muss.  Ein entscheidender Faktor für den Erfolg ist das regelmäßige Üben daheim und die aktive Mitarbeit und Unterstützung der Eltern.



Mögliche Methoden / Elemente des Trainings:

  • gezieltes Aufmerksamkeitstraining, eigenes Lenken der Gedanken


  • Eigensteuerung und Selbstkontrolle des Verhaltens


  • Schärfung des Bewusstseins für Stärken und Talente


  • Training der Sinnesfunktionen, die für das Lesen, Schreiben und Rechnen nötig sind, insbesondere die visuelle, auditive und räumliche Wahrnehmung


  • Verbesserung der Fein- und Graphomotorik (Schreibmotorik)


  • Kennenlernen und Erproben von Lerntechniken


  • Lernen mit allen Sinnen, „Begreifen durch Angreifen“ und dreidimensionales Vorstellen, Speichern über mehrere Sinneskanäle


  • Ausnutzen der Bewegung und der Therapiemittel der Ergotherapie zum besseren Lernen und Einprägen


  • Einbeziehen von Techniken aus der Kinesiologie über die Zusammenarbeit der zwei Gehirnhälften


  • Einbeziehen von Übungen zur Verbesserung der Neuromotorischen Aufrichtung nach dem PäPKi®-Konzept
  • Einsatz des Computers und farbiger Lesefolien, die der Wahrnehmung von Legastheniker entsprechen sowie andere Hilfsmittel


  • Abwechslung im Übungsmaterial zur besseren Motivation


  • Symptomtraining – Erlernen der Symbole, Erarbeiten von Lesetechniken, Wort- oder Mengenerarbeitung, Regelwissen bezüglich der Rechtschreibung


  • Lernprogramme zur Förderung der phonologischen Bewusstheit (Kenntnis der Lautstruktur der Sprache und Identifikation der einzelnen Laute)


  • Einsatz des „Marburger Rechtschreibtrainings“ von Dr. Gerd Schulte-Körne


  • Einsatz des „Lesetrainings“ von Hans-Werner Hollbach


  • Einsatz von „Takto“ (Taktiles Training mathematischer Grundfertigkeiten) von Gerhild Merdian